12. 12. 2008 - 31. 01. 2009
Eröffnung der neuen Galerieräume
Vernissage 12. 12. 2008, 18 Uhr
Eröffnung der neuen Galerieräume Obere Donaustrasse 97 - 99 (Zugang über Gredlerstrasse), 1020 Wien mit Fotografien von: Diana Artus (D), Sylvia Ballhausen (D), Mauren Brodbeck (CH), Lotte Fløe Christensen (DK), Nadine Fraczkowski (D), Margarete Klenner (PL/ D), Valérie Rouyer (F), Daniel Schumann (D), Emma Wieslander (S)
Die Galerie Hartmann bezieht ihre neuen Galerieräume Obere Donaustrasse 97-99, 1020 Wien (Zugang über Gredlerstrasse) und eröffnet diese mit dem erstmaligen Zusammenspiel aller im Monat der Fotografie 2008 einzeln gezeigten KünstlerInnen. In den Gegenüberstellungen der individuellen Handschriften entstehen nun ästhetische Potenziale, die der zentralen Idee des verantwortungsvollen Umgangs mit natürlichen Ressourcen deutlich, aber nicht aufdringlich, Geltung verschafft.
Aus Anlass der Eröffnung zeigt die Galerie Hartmann auch erstmalig in Österreich Fotografien von Lotte Fløe Christensen aus Kopenhagen.
12. 12. 2008 - 31. 01. 2009
Diana Artus
Fabulous New York City
Vernissage 12. 12. 2008, 18 Uhr
Ausstellungstage im Dezember Montag - Freitag 14 - 18 Uhr
Ausstellungstage im Jänner Mittwoch - Freitag 14 - 18 Uhr und Samstag 11 - 16 Uhr
Noch bis Jänner 2009 besitzt Diana Artus ein Artist Residency am New Yorker International Studio & Curatorial Program (ISCP). Ihre Aufmerksamkeit als Künstlerin legt sie besonders auf die mythischen Dimensionen dieser Stadt, d.h. auf bereits bestehende Vorstellungsbilder, auf urbane Displays, aber auch auf den dahinter liegenden realen ‚Backstreets‘ und ‚Backsides‘.
Diesem Gedanken entsprechend zeigt sie in Wien eine aktuelle Serie von unbearbeiteten Fotografien und eine Serie von New York Postkarten, die sie mit schwarzem Permanent Marker verändert hat. Die immer gleiche und doch auch immer andere nächtliche Skyline der Stadt wird freigestellt. Sie betont die emblematische Darstellung der Stadt als Traumgebilde und als Projektionsfläche, die in ihrer permanenten Wiederholung und Beschwörung letztlich aber doch leer bleibt, faszinierend und indifferent zugleich.
12. 12. 2008 - 31. 01. 2009
Sylvia Ballhause
Shooting himself, Shooting myself
Vernissage 12. 12. 2008, 18 Uhr
Ausstellungstage im Dezember Montag - Freitag 14 - 18 Uhr
Ausstellungstage im Jänner Mittwoch - Freitag 14 - 18 Uhr und Samstag 11 - 16 Uhr
Aus einem privaten deutschen Archiv übernahm Sylvia Ballhause Polaroid-Fotografien, die in einem Zeitraum von 24 Jahren entstanden (1982-2006). Sie zeigen einen immer gleichen Akteur beim Vollzug des Schießens in einem Hinterzimmer. Sylvia Ballhause legt ihrer mehrteiligen Arbeit Shooting himself die immer wiederkehrende Geste des Schiessens zugrunde und konzentriert sich auf den Ausschnitt der präzise sich wiederholenden Mimik im Gesicht des Schützen.
Dieser Serie stellt Sylvia Ballhause ihre Fotografie Shooting myself gegenüber, auf der sie nun selbst in vergleichbarer Situation auf eine Zielscheibe mit darüber montierter, beim Schuss automatisch reagierender Kamera schießt. Dabei lag für sie der Reiz in der Erfahrung, mittels einer Waffe, eine Fotografie schießen zu können und bezieht sich so eindeutig auf Shooting himself. Bei dieser Arbeit war Sylvia Ballhause jedoch der Akt des Schießens wichtiger als das ‚geschossene‘ Foto. Eine zweite Kamera nimmt deshalb ‚analog‘ die Szene auf. Der Raum wird dabei als Bühne benutzt, die Figur wird künstlich verwandelt.
12. 12. 2008 - 31. 01. 2009
Mauren Brodbeck
I have to call Cathy Kim
Vernissage 12. 12. 2008, 18 Uhr
Ausstellungstage im Dezember Montag - Freitag 14 - 18 Uhr
Ausstellungstage im Jänner Mittwoch - Freitag 14 - 18 Uhr und Samstag 11 - 16 Uhr
Fotografien aus der Serie topology
Jemand bewegt sich durch Räume, große Hallen, Stiegenhäuser, lange Fluchten; orientiert sich neu, nimmt zwar das Umfeld wahr, aber folgt letztlich doch immer nur dem einen Gedanken: ich muss sie anrufen, ich muss Cathy Kim anrufen.
Mauren Brodbeck denkt sich in Menschen, die sich auf Flughäfen, in Wartehallen, in Bürogebäuden befinden. Ihre Fotografien (re-)konstruieren die dabei erlebten Environments und geben so gleichzeitig Auskunft über die menschlichen Beziehungen zu diesen Räumen.
12. 12. 2008 - 31. 01. 2009
Lotte Fløe Christensen
Flora Danica #2 (2008)
Vernissage 12. 12. 2008, 18 Uhr
Ausstellungstage im Dezember Montag - Freitag 14 - 18 Uhr
Ausstellungstage im Jänner Mittwoch - Freitag 14 - 18 Uhr und Samstag 11 - 16 Uhr
Fotografien aus der Serie Flora Danica #2 (2008)
In der Fotoserie Flora Danica #2 (2008) stellt Lotte Fløe Christensen in Dänemark wachsende Blumen in das Fotostudio der Natur. Analog zu den professionellen Bedingungen kommerzieller Produktfotografie umgibt sie die Blumen mit einem weißen Hintergrund. Nur der marginale Einschnitt an der Wurzel gibt einen Verweis auf das unterlegte Papier. Der Schatten der tatsächlich realen Sonne imaginiert in frappierender Weise eine Studioausleuchtung.
12. 12. 2008 - 31. 01. 2009
Nadine Fraczkowski
Neue Arbeiten
Vernissage 12. 12. 2008, 18 Uhr
Ausstellungstage im Dezember Montag - Freitag 14 - 18 Uhr
Ausstellungstage im Jänner Mittwoch - Freitag 14 - 18 Uhr und Samstag 11 - 16 Uhr
Mit den Inhalten und Motiven der künstlerischen Arbeit von Nadine Fraczkowski sind die an zeitgenössischer Fotografie interessierte Betrachter eigentlich bestens vertraut. Öffentliche Konzertveranstaltungen, private Interieurs, Straßen, Dächer und Markensujets großer Sportartikelhersteller. Doch anders als gewohnt liegt ihren Fotografien etwas zugrunde, so dass man bei ihnen länger, ja geradezu mit ihnen verweilen möchte. Nadine Fraczkowski belichtet die von ihr erfahrenen Lebenswelten immer so, dass der Gedanke an Gestaltung ausbleibt. Offensichtlich, scheinbar wird von ihr gar nichts gestaltet. Es funktioniert genau umgekehrt, gestaltete Realität dient sich ihr von außen an, stellt sich ihr in den Weg. Und Nadine Fraczkowski ist ansprechbar und ausgesprochen sensibel, dieser Ansprache zu begegnen und in faszinierenden Fotografien festzuhalten.
12. 12. 2008 - 31. 01. 2009
Margarete Klenner
Haltlose Besinnung
Vernissage 12. 12. 2008, 18 Uhr
Ausstellungstage im Dezember Montag - Freitag 14 - 18 Uhr
Ausstellungstage im Jänner Mittwoch - Freitag 14 - 18 Uhr und Samstag 11 - 16 Uhr
Im Spannungsfeld zwischen dem Rationalen und dem Irrationalen, zwischen dem Konstruierten und dem Unterbewussten erkennt Margarete Klenner das Wesen von Realität.
Durch ihre intuitive Herangehensweise, die Besinnung auf Emotion, Instinkt und Intuition - also die haltlose Besinnung - erleichtert sich Margarete Klenner Zugänge, die auf Wesentliches verweisen. Die reduzierten Informationen in ihren Fotografien verhelfen den dargestellten Dingen zu symbolischer Größe, ihr Ernst erlangt eine absurde Komik und Leichtigkeit.
12. 12. 2008 - 31. 01. 2009
Valérie Rouyer
Tête à Tête
Vernissage 12. 12. 2008, 18 Uhr
Ausstellungstage im Dezember Montag - Freitag 14 - 18 Uhr
Ausstellungstage im Jänner Mittwoch - Freitag 14 - 18 Uhr und Samstag 11 - 16 Uhr
Den menschlichen Kopf als Sujet zu wählen, erscheint apriori nicht gerade originell. Von der Geburt bis zu den letzten Tagen der Photogenität lassen sich die meisten Menschen bereitwillig ablichten. Nicht wenige drängeln aus den hinteren Reihen nach vorn in die attraktiven Regionen blitzlichtheller Sphären. Die meisten dieser Bildergebnisse gehören bereits vor dem ersten Betrachten in das tiefste Kellerarchiv des Museums der Langeweile.
Anders bei Valérie Rouyer. Ihre Köpfe thematisieren zwar auch und in ganz besonderer Art und Weise die Eitelkeit des Menschen, jedoch muss man ihnen nicht ins Gesicht schauen. So bleibt einem nicht nur eine unangenehme Ansprache erspart, vielmehr kann sich der Betrachter nun jenseits von subjektiver Aufdringlichkeit der Thematik ihrer ‚objektivierenden‘ Fotokunst nähern.
12. 12. 2008 - 31. 01. 2009
Daniel Schumann
Purpur Braun Grau Weiß Schwarz | Leben im Sterben;
Vernissage 12. 12. 2008, 18 Uhr
Ausstellungstage im Dezember Montag - Freitag 14 - 18 Uhr
Ausstellungstage im Jänner Mittwoch - Freitag 14 - 18 Uhr und Samstag 11 - 16 Uhr
Frau H. sitzt auf ihrem Stuhl am Fenster ihres Hospiz-Zimmers und beobachtet, mal aufrecht sitzend, mal den Kopf auf ihre Knie gelegt. Sie beobachtet das Leben vor ihrer Zimmertür, wer in die Nachbarzimmer einzieht und wer stirbt. Über ein Jahr lebt sie im Hospiz und sieht in dieser Zeit viele Menschen kommen und gehen. Sie selbst aber verharrt auf ihrem Stuhl am Fenster und beobachtet mit strahlenden, lebendigen Augen.
Daniel Schumann macht den Tod sichtbar. Seine Fotoarbeit umfasst ein Jahr. Er zeigt Menschen, die in diesem Zeitraum in einem Hospiz gelebt haben, Menschen, die kommen und Menschen, die gehen, manche verweilen länger, andere kürzer. Der Verlauf ist nie linear.
12. 12. 2008 - 31. 01. 2009
Emma Wieslander
The Museum of Snow
Vernissage 12. 12. 2008, 18 Uhr
Ausstellungstage im Dezember Montag - Freitag 14 - 18 Uhr
Ausstellungstage im Jänner Mittwoch - Freitag 14 - 18 Uhr und Samstag 11 - 16 Uhr
Ihre künstlerische Arbeit gründet Emma Wieslander immer wieder in Bezügen zu naturbelassener Landschaft. Dabei erforscht sie die Verhältnisse zu den Qualitäten physisch wahrnehmbarer, bildlich dargestellter und wörtlich beschriebener Landschaft. Besonders wichtige, immer wiederkehrende Themen sind: Bildtraditionen, Transformationprozeße von Dreidimensionalität in duale Dimensionen der Fläche, der Begriff von Landschaft bezogen auf seine Sichtbarkeit und seiner dynamischen Veränderung (oftmals verursacht durch kulturelle oder technologische Aktivität des Menschen) und letztlich auch der Gedanke seiner Auflösung, seines Verschwindens.
In der Serie Museum of Snow hat Emma Wieslander einzelne Schneebrocken im fotografischen Abbild ihrer selbst im wahrsten Sinne des Wortes eingefroren. Verschoben in ein imaginiertes Museum ist die Vergänglichkeit des Schnees durch die Technik der Fotografie aufgehoben. Diese transformierte Beschaffenheit des Schnees in Verbindung mit der Art und Weise wie der Schnee ausgestellt wird vermittelt einen neuen Begriff von Schnee.
4. 11. 2008 - 30. 11. 2008
Wirklichkeit ist immer anders
Vernissage 4.11.2008 16 - 20 Uhr
Wirklichkeit ist immer anders. Fotografien und Fotobearbeitungen von: Diana Artus (D), Sylvia Ballhausen (D), Mauren Brodbeck (CH), Nadine Fraczkowski (D), Margarete Klenner (PL/ D), Valérie Rouyer (FR), Daniel Schumann (D), Emma Wieslander (S)
Die Benennung und Definition von Realität beruft sich schnell einmal auf Evidenz; Auf die Evidenz der subjektiven Wahrnehmung, nachhaltige Evidenzen und letztlich auch auf Evidenzen des Ausschlusses und des Verdrängten. Im künstlerischen Prozess, in der künstlerischen Urheberschaft gewinnt dabei zunehmend die Aufwertung des Objekthaften und des Environments an Bedeutung
Die Ausstellungen (Eröffnung und jeweils 2 Ausstellungstage)
4. - 6. 11. 2008
Mauren Brodbeck
I have to call Cathy Kim
Vernissage 4.11. 2008 16 - 20 Uhr
Ausstellungstage 5. - 6.11. 2008 12 - 18 Uhr
Fotografien aus der Serie topology
Jemand bewegt sich durch Räume, große Hallen, Stiegenhäuser, lange Fluchten; orientiert sich neu, nimmt zwar das Umfeld wahr, aber folgt letztlich doch immer nur dem einen Gedanken: ich muss sie anrufen, ich muss Cathy Kim anrufen.
Mauren Brodbeck denkt sich in Menschen, die sich auf Flughäfen, in Wartehallen, in Bürogebäuden befinden. Ihre Fotografien (re-)konstruieren die dabei erlebten Environments und geben so gleichzeitig Auskunft über die menschlichen Beziehungen zu diesen Räumen.
7. - 9. 11. 2008
Diana Artus
Fabulous New York City
Vernissage 7.11. 2008 16 - 20 Uhr
Ausstellungstage 8. - 9.11. 2008 12 - 18 Uhr
Noch bis Jänner 2009 besitzt Diana Artus ein Artist Residency am New Yorker International Studio & Curatorial Program (ISCP). Ihre Aufmerksamkeit als Künstlerin legt sie besonders auf die mythischen Dimensionen dieser Stadt, d.h. auf bereits bestehende Vorstellungsbilder, auf urbane Displays, aber auch auf den dahinter liegenden realen ‚Backstreets‘ und ‚Backsides‘.
Diesem Gedanken entsprechend zeigt sie in Wien eine aktuelle Serie von unbearbeiteten Fotografien und eine Serie von New York Postkarten, die sie mit schwarzem Permanent Marker verändert hat. Die immer gleiche und doch auch immer andere nächtliche Skyline der Stadt wird freigestellt. Sie betont die emblematische Darstellung der Stadt als Traumgebilde und als Projektionsfläche, die in ihrer permanenten Wiederholung und Beschwörung letztlich aber doch leer bleibt, faszinierend und indifferent zugleich.
11. - 13. 11. 2008
Daniel Schumann
Purpur Braun Grau Weiß Schwarz | Leben im Sterben;
Frau H. sitzt auf ihrem Stuhl am Fenster ihres Hospiz-Zimmers und beobachtet, mal aufrecht sitzend, mal den Kopf auf ihre Knie gelegt. Sie beobachtet das Leben vor ihrer Zimmertür, wer in die Nachbarzimmer einzieht und wer stirbt. Über ein Jahr lebt sie im Hospiz und sieht in dieser Zeit viele Menschen kommen und gehen. Sie selbst aber verharrt auf ihrem Stuhl am Fenster und beobachtet mit strahlenden, lebendigen Augen.
Daniel Schumann macht den Tod sichtbar. Seine Fotoarbeit umfasst ein Jahr. Er zeigt Menschen, die in diesem Zeitraum in einem Hospiz gelebt haben, Menschen, die kommen und Menschen, die gehen, manche verweilen länger, andere kürzer. Der Verlauf ist nie linear.
14. - 16. 11. 2008
Margarete Klenner
Haltlose Besinnung
Vernissage 14.11. 2008 16 - 20 Uhr
Ausstellungstage 15. - 16.11. 2008 12 - 18 Uhr
Im Spannungsfeld zwischen dem Rationalen und dem Irrationalen, zwischen dem Konstruierten und dem Unterbewussten erkennt Margarete Klenner das Wesen von Realität.
Durch ihre intuitive Herangehensweise, die Besinnung auf Emotion, Instinkt und Intuition - also die haltlose Besinnung - erleichtert sich Margarete Klenner Zugänge, die auf Wesentliches verweisen. Die reduzierten Informationen in ihren Fotografien verhelfen den dargestellten Dingen zu symbolischer Größe, ihr Ernst erlangt eine absurde Komik und Leichtigkeit.
18. - 20. 11. 2008
Valérie Rouyer
Tête à Tête
Vernissage 18.11. 2008 16 - 20 Uhr
Ausstellungstage 19. - 20.11. 2008 12 - 18 Uhr
Den menschlichen Kopf als Sujet zu wählen, erscheint apriori nicht gerade originell. Von der Geburt bis zu den letzten Tagen der Photogenität lassen sich die meisten Menschen bereitwillig ablichten. Nicht wenige drängeln aus den hinteren Reihen nach vorn in die attraktiven Regionen blitzlichtheller Sphären. Die meisten dieser Bildergebnisse gehören bereits vor dem ersten Betrachten in das tiefste Kellerarchiv des Museums der Langeweile.
Anders bei Valérie Rouyer. Ihre Köpfe thematisieren zwar auch und in ganz besonderer Art und Weise die Eitelkeit des Menschen, jedoch muss man ihnen nicht ins Gesicht schauen. So bleibt einem nicht nur eine unangenehme Ansprache erspart, vielmehr kann sich der Betrachter nun jenseits von subjektiver Aufdringlichkeit der Thematik ihrer ‚objektivierenden‘ Fotokunst nähern.
21. - 23. 11. 2008
Nadine Fraczkowski
Neue Arbeiten
Vernissage 21.11. 2008 16 - 20 Uhr
Ausstellungstage 22. - 23.11. 2008 12 - 18 Uhr
Mit den Inhalten und Motiven der künstlerischen Arbeit von Nadine Fraczkowski sind die an zeitgenössischer Fotografie interessierte Betrachter eigentlich bestens vertraut. Öffentliche Konzertveranstaltungen, private Interieurs, Straßen, Dächer und Markensujets großer Sportartikelhersteller. Doch anders als gewohnt liegt ihren Fotografien etwas zugrunde, so dass man bei ihnen länger, ja geradezu mit ihnen verweilen möchte. Nadine Fraczkowski belichtet die von ihr erfahrenen Lebenswelten immer so, dass der Gedanke an Gestaltung ausbleibt. Offensichtlich, scheinbar wird von ihr gar nichts gestaltet. Es funktioniert genau umgekehrt, gestaltete Realität dient sich ihr von außen an, stellt sich ihr in den Weg. Und Nadine Fraczkowski ist ansprechbar und ausgesprochen sensibel, dieser Ansprache zu begegnen und in faszinierenden Fotografien festzuhalten.
25. - 27. 11. 2008
Emma Wieslander
The Museum of Snow
Vernissage 25.11. 2008 16 - 20 Uhr
Ausstellungstage 26. - 27.11. 2008 12 - 18 Uhr
Ihre künstlerische Arbeit gründet Emma Wieslander immer wieder in Bezügen zu naturbelassener Landschaft. Dabei erforscht sie die Verhältnisse zu den Qualitäten physisch wahrnehmbarer, bildlich dargestellter und wörtlich beschriebener Landschaft. Besonders wichtige, immer wiederkehrende Themen sind: Bildtraditionen, Transformationprozeße von Dreidimensionalität in duale Dimensionen der Fläche, der Begriff von Landschaft bezogen auf seine Sichtbarkeit und seiner dynamischen Veränderung (oftmals verursacht durch kulturelle oder technologische Aktivität des Menschen) und letztlich auch der Gedanke seiner Auflösung, seines Verschwindens.
In der Serie Museum of Snow hat Emma Wieslander einzelne Schneebrocken im fotografischen Abbild ihrer selbst im wahrsten Sinne des Wortes eingefroren. Verschoben in ein imaginiertes Museum ist die Vergänglichkeit des Schnees durch die Technik der Fotografie aufgehoben. Diese transformierte Beschaffenheit des Schnees in Verbindung mit der Art und Weise wie der Schnee ausgestellt wird vermittelt einen neuen Begriff von Schnee.
28. - 30. 11. 2008
Sylvia Ballhause
Shooting himself, Shooting myself
Vernissage 28.11. 2008 16 - 20 Uhr
Ausstellungstage 29. - 30.11. 2008 12 - 18 Uhr
Aus einem privaten deutschen Archiv übernahm Sylvia Ballhause Polaroid-Fotografien, die in einem Zeitraum von 24 Jahren entstanden (1982-2006). Sie zeigen einen immer gleichen Akteur beim Vollzug des Schießens in einem Hinterzimmer. Sylvia Ballhause legt ihrer mehrteiligen Arbeit Shooting himself die immer wiederkehrende Geste des Schiessens zugrunde und konzentriert sich auf den Ausschnitt der präzise sich wiederholenden Mimik im Gesicht des Schützen.
Dieser Serie stellt Sylvia Ballhause ihre Fotografie Shooting myself gegenüber, auf der sie nun selbst in vergleichbarer Situation auf eine Zielscheibe mit darüber montierter, beim Schuss automatisch reagierender Kamera schießt. Dabei lag für sie der Reiz in der Erfahrung, mittels einer Waffe, eine Fotografie schießen zu können und bezieht sich so eindeutig auf Shooting himself. Bei dieser Arbeit war Sylvia Ballhause jedoch der Akt des Schießens wichtiger als das ‚geschossene‘ Foto. Eine zweite Kamera nimmt deshalb ‚analog‘ die Szene auf. Der Raum wird dabei als Bühne benutzt, die Figur wird künstlich verwandelt.




